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Ungetrübtes Grillvergnügen

Grillen im Garten und in der Natur gehört zum Sommer wie das Badengehen. Damit es ein sommerliches Vergnügen bleibt, raten die Schadensverhüter der Feuerwehr dazu, einige grundlegenden Regeln zu beachten.

Es sollte unbedingt ein standsicherer Grill auf feuerfestem Untergrund eingesetzt werden. Wichtig ist auch der ausreichende Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von anderen brennbaren Stoffen. Bei Grillplätzen in Waldnähe stets darauf achten, daß die Glut nicht vom Wind verweht wird. Gerade im Hochsommer besteht hier akute Waldbrandgefahr.

Kommt Holzkohle zum Grillen in Einsatz, so sollte diese nur mit geeigneten Zündhilfen wie Grillanzündern, Trockenspiritus oder Pasten in Brand gesetzt werden. Niemals Brennspiritus oder Benzin nehmen! Denn diese Flüssigkeiten verdunsten bereits bei Umgebungstemparatur, so daß der Grillmeister beim Anzünden in einer höchst entzündlichen Dampfwolke steht, die blitzartig durchzünden und dann zu schwersten Verbrennungen führen kann. Tropft Fett in die Grillkohle, so kann sich diese entzünden. Deshalb für alle Fälle Löschmittel, z.B. einen Eimer mit Wasser oder den Autofeuerlöscher, bereithalten.

Angenehm ist das Grillen mit einem Gasgrill. Hier sollte beachtet werden, daß alle Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch zum Grill nicht der Hitze ausgesetzt ist. Auch sollte nie in einem Raum gegrillt werden, der keine Zu- oder Abluftmöglichkeiten hat. Hier besteht Vergiftungs- oder gar Erstickungsgefahr.

Grillkohle sollte nach dem Grillen erst dann entsorgt werden, wenn sie total abgekühlt ist und selbst dann sollten die Reste nicht in Plastikbehälter oder Kartons eingefüllt werden. Geeignet ist hier ein Blecheimer. Wer dazu keine Zeit hat, sollte die Glutreste unbedingt sorgfältig ablöschen und falls möglich vergraben.


Waldbrandgefahr

Im Jahr 2000 ereigneten sich in Deutschland insgesamt 1.201 Waldbrände bei denen eine Fläche von rund 581,3 Hektar nieder brannten. In Bayern fielen bei 40 Waldbränden rund 23 ha Wald den Flammen zum Opfer. Auch im Landkreis kommt es immer wieder zu Waldbränden. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren sowie die Vorbeugemaßnahmen des Landkreises, welcher in den Sommermonaten regelmäßige Luftbeobachtungen durchführt, konnte bisher größerer Schaden vermieden werden. Im Bezug auf den Brand am Karfreitag möchte die Feuerwehr einige Hinweise für die Bevölkerung geben. (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten)

Bitte beachten Sie das Rauchverbot in der Zeit vom 1. März – 31. Oktober!

1. Melden Sie Waldbrände unverzüglich der Feuerwehr oder der Polizei!

2. Trockenes Gras und Nadelstreu sowie am Boden liegende Zweige sind leicht entzündlich. Bereits ein Funke oder eine Zigarettenkippe können einen folgenschweren Brand auslösen.

3. Bei anhaltend sonnigem und warmem Wetter wird es vor allem in Nadelwäldern schnell „brenzlig“. Gefährdet sind vor allem die lichten Kiefernbestände in Mittelfranken und der Oberpfalz sowie die von der Bevölkerung stark frequentierten Wälder in den Ballungsgebieten.

4. Fahrzeuge mit heißem Katalysator sind ein erhebliches Risiko für den Wald und für das Fahrzeug. Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Einzelheiten für Ihre Region nennt Ihnen die zuständige Forstdirektion oder Ihr zuständiges  Forstamt.


Advent

"Bescherung" -  ist nur Heiligabend

Schadenverhütungsexperten raten deshalb allen Eltern, ihren Kindern mit Beginn der Adventszeit besondere Aufmerksamkeit zu schenken und folgende Tipps zu beachten:

Keinen trockenen Adventskranz kaufen.

Kerzenhalter aus feuerfestem Material verwenden.

Kranz auf feuerfesten Unterteller stellen.

Ausgetrocknete Zweige gegen frisches Grün ausreichend früh tauschen.

Achten Sie auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Gardinen.

Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen.

Abgebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln.

Streichhölzer und Feuerzeuge an einem vor Kindern sichern Ort aufbewahren 

Wenn die Eltern dabei sind, könne die Kinder mit Sicherheit alle vier Kerzen anzünden.

 

Alle Jahre wieder kommt die Feuerwehr

Weihnachten - für viele ein Fest der Freude und Besinnlichkeit. Für so manchen aber auch ein Fest voller Angst und Schrecken, oft sogar mit schlimmen Folgen. Nur eine kleine Unachtsamkeit und schon steht das Symbol der Festlichkeit in hellen Flammen. Damit aus Ihrer Weihnachtsfeier kein Weihnachtsfeuer wird, hier einige Tipps:

Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest und achten Sie darauf, dass er nicht nadelt.
Bewahren Sie ihn bis zu den Festtagen möglichst im Freien auf.
Verwenden Sie nach Möglichkeit eine elektrische Lichterkette. Besonders wenn kleine Kinder im Haus sind. Achten Sie darauf, das die Kette unbeschädigt ist und das VDE- Prüfzeichen trägt
Sorgen Sie beim Aufstellen für die Standfestigkeit des Baumes
Achten Sie auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien wie Vorhänge und Gardinen.
Sofern Sie Wachskerzen bevorzugen, befestigen Sie diese so, dass andere Zweige nicht Feuer fangen könne, verwenden Sie Kerzenhalter aus feuerfestem Material.
Zünden Sie die Kerzen von oben nach unten an, löschen Sie in umgekehrter Reihenfolge
Wunderkerzen gehören nicht an den Weihnachtsbaum.
Beugen Sie vor, halten Sie für den Brandfall ein Löschmittel griffbereit, denn um ein Gefäß mit 10 - 12 Litern Wasser zu füllen, benötigen Sie ca. 1 Minute. Und das kann genau eine Minute zu spät sein.
Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt; Eltern sollten auf Ihre Kinder achten.
Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge an einem vor Kindern sicheren Platz auf


Silvester

Durch Unfug oder unachtsamen Umgang mit Silvesterfeuerwerk hat schon für so manchen das neue Jahr schlecht angefangen. Schwere Unfälle und Brände häufen sich in der Silvesterzeit.

Die Tatsache, daß Feuerwerksartikel frei verkäuflich sind, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß hier mit Sprengstoffen umgegangen wird.

Gute Ratschläge zum Jahreswechsel:

Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhand
Knallkörper, Raketen und dgl. nur im Freien verwenden
Angezündete Knallkörper sofort wegwerfen
Raketen nur senkrecht abfeuern, sicheren Standplatz (z.B. leere Flaschen in Flaschenkasten) auswählen
Auf die Flugrichtung achten (Dächer, Vordächer, geöffnete Fenster)
Mit Feuerwerkskörpern niemals nach Personen werfen oder zielen
Auf brennbare Gegenstände in der Nähe achten
Löschmittel bereitstellen


Feuerwehr und Wespenbeseitigungen. 
Die Feuerwehr weist hin...

Nachdem die Feuerwehr vermehrt zu Wespeneinsätzen gerufen wurde, wird hingewiesen, dass im Normalfall keine Gefahr von Wespenvölkern ausgeht. Im Gegenteil, die Insekten sind sogar nützlich. Sie bestäuben Blüten und fressen andere Insekten und Schädlinge. Auch stehen die meisten Wespenarten ebenso wie Hornissen unter Naturschutz. 

Wespenvölker leben nur einen Sommer, spätestens im September / Oktober sterben sie ab. Auch wird ein Nest niemals ein zweites mal bewohnt, es wird sogar gemieden.

Beim Auffinden oder Antreffen von Wespen oder deren Nestern sollten hektische Bewegungen vermieden werden, da sonst ein Angriff provoziert werden könnte. Bei Nestern, von denen keine unmittelbare Gefahr ausgeht, sollte zuerst der zuständige Imker verständigt werden. Sollte dieser wegen mangelnder Gerätschaften nicht eingreifen können und Gefahr in Verzug sein, so hilft selbstverständlich die Feuerwehr.


Umgang mit offenen Feuerstellen

Ob an St. Martin, an Ostern, in der Walpurgis-, in der Johannisnacht oder zur Sonnwendfeier: Feuerbrauchtum gibt es rund ums Jahr. Die nachfolgenden Ratschläge sind daher immer aktuell:

Vor dem Vergnügen kommen die Formalitäten: Vergessen Sie nicht, Ihr Feuer bei der dafür örtlich zuständigen Behörde anzumelden - Sie vermeiden so einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, für den Sie unter Umständen kostenpflichtig sind.
Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz - der Umwelt zuliebe. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen aber auch andere Abfälle haben im Feuer nichts verloren.
Denken Sie daran, das Brennmaterial kurz vor dem Abzünden noch einmal umzuschichten, damit ihr Feuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird.
Halten Sie wegen Rauch und Hitze ausreichend Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen (mindestens 50 Meter) und zu Straßen (mindestens 100 Meter) ein. Beachten Sie die Hauptwindrichtung.
 
Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko.
 
Brennen Sie nicht zuviel Material auf einmal an und achten Sie auf Funkenflug
 
Offenes Feuer muss grundsätzlich beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann.
 
Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr.
 
Brennen Sie nicht zuviel Material auf einmal ab, achten Sie auf Funkenflug.
 
Strohballen können sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
 
Vermeiden Sie Rauchbelästigung durch zu feuchtes Material - Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
 
Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei.
 
Etwaige Verbrennungen kühlen Sie sofort mit Wasser - so lange, bis die Schmerzen nachlassen. Bitte lassen Sie die Finger von so genannten Hausmitteln wie Mehl; sie stören die Heilung und führen zu schlimmen Narben. Bei größeren Verbrennungen alarmieren Sie den Notarzt.
 
Sollte Ihnen Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren.

Verhalten im Brandfall


Richtiges Verhalten der Betroffenen nach Eintritt eines Schadensereignisses ist für den weiteren Verlauf von großer Bedeutung.

Ruhe bewahren und keine Panik entstehen lassen !
Feuerwehr alarmieren: Notrufnummer 112

Notfallmeldung:
Wo
ist der Notfallort ?
Was ist geschehen ?
Wieviele Personen sind in Gefahr oder Verletzte ?
Wer ruft an ?
Warten auf Rückfragen

In Sicherheit bringen:
·Gefährdete Personen warnen
Hilflose mitnehmen
Personen- / Kleiderbrand ersticken
Fenster und Türen brennender Räume schließen.
Verhindert die schnelle Brandausbreitung, bzw. zur Rauchfreihaltung von Fluchtwegen
     ( z.B. Treppenhäusern ). 
Gekennzeichneten Fluchtwegen folgen
Keine Aufzüge benutzen
Wenn Flucht nicht möglich, Türen schließen und am Fenster bemerkbar machen.
     Dies gilt auch, wenn Ihre Wohnung nicht direkt vom Brand betroffen ist, jedoch der Fluchtweg
     ( z.B. das Treppenhaus ) verraucht ist.
 Auf Anweisungen der Feuerwehr achten. 

Löschversuch unternehmen:
Feuerlöscher, Wandhydrant oder Löschdecke benutzen
Kein Risiko eingehen
Bei Brand an elektrischen Anlagen: Strom abschalten !

Feuerwehr einweisen:
 Angriffswege freihalten

Informieren Sie sich schon bevor es brennt:
Über die Fluchtwege im Gebäude. Diese sollten stets frei gehalten werden
  ( Kein Abstellplatz für Fahrräder, Kartons... )
 Wo sich Feuerlöscher befinden, wie diese bedient werden und für welche Brandklassen
  sie geeignet sind.
 Wie Sie das nächste Telefon, eine Telefonzelle oder Notrufmelder erreichen.


Verhalten bei Gasgeruch in Gebäuden

Unfälle im Zusammenhang mit Gas sind selten geworden,  jedoch nie ganz auszuschließen.

Ruhe bewahren und keine Panik entstehen lassen !

Für gute Durchlüftung sorgen, Fenster und Türen öffnen.
Telefon im Gefahrenbereich nicht verwenden
  ( Nicht abheben oder anrufen ).
Keine elektrischen Schalter, Geräte und Türklingeln betätigen.
Keine elektrischen Stecker ziehen.
Offenes Feuer löschen, Zündquellen vermeiden
  ( z.B. kein Feuerzeug, Streichholz ),
absolutes Rauchverbot.
Gefährdete Personen warnen.
Hilflose mitnehmen.
Gebäude verlassen.
Feuerwehr außerhalb des Gefahrenbereichs alarmieren: Notrufnummer 112.

Notfallmeldung:
Wo
ist der Notfallort ?
Was ist geschehen ?
Wieviele Personen sind in Gefahr oder Verletzte ?
Wer ruft an ?
Warten auf Rückfragen


Kinder

Das Spiel mit dem Feuer zieht Kinder magisch an. Viele fahrlässige Brandstiftungen werden durch zündelnde Kinder verursacht.

So können Sie vorbeugen:

Klären Sie ihr Kind frühzeitig über die Gefahren und Folgen
  im Umgang mit offenem Feuer auf.
Begleiten Sie ihr Kind in seinem natürlichen Forscherdrang
  und zeigen Sie ihm den richtigen und ungefährlichen Umgang
  mit Zündholz und Feuerzeug ( z.B. über einem gefüllten
  Waschbecken ).
Lassen Sie niemals Zündhölzer und Feuerzeuge achtlos liegen.
Kleinkinder niemals bei offenem Licht unbeaufsichtigt lassen.
Erklären Sie Ihrem Kind was es tun soll, wenn es doch einmal zu einem Brand kommt.

So verhält sich Ihr Kind im Brandfall richtig:

Sich auf keinen Fall verstecken ( z.B. aus Angst vor Strafe )
Umgehend den Gefahrenbereich verlassen.
Sofort Hilfe holen, oder um Hilfe rufen.
Wenn ein Telefon außerhalb des Gefahrenbereiches vorhanden ist,
  soll ihr Kind die Feuerwehr alarmieren. Notruf: 112

Denken Sie daran, es geht um die Gesundheit und das Leben ihres Kindes !